Hier finden Sie 50 Sprichwörter zum Ergänzen, mit Lösungen und nach Schwierigkeit geordnet: leichte, die fast jeder zu Ende bringt, mittlere, bei denen man kurz nachdenkt, und schwere, bei denen eine kurze Erklärung zur Bedeutung hilft. Am Ende stehen eine Druckversion zum Mitnehmen und Tipps für eine Runde ohne Prüfungsdruck.
Sprichwörter ergänzen hat etwas Besonderes: Der Satz ist seit Jahrzehnten im Kopf, er wartet nur auf die erste Hälfte. Oft reicht ein kleiner Hinweis, und alle sprechen im Chor weiter. Und jedes Sprichwort führt zu einem Gespräch: „Das hat meine Oma immer gesagt.“
Die Lösungen stehen jeweils in der rechten Spalte. Wenn Sie vorlesen, decken Sie diese Spalte einfach mit einem Blatt Papier ab.
So wird gespielt
Sprichwörter lassen sich fast ohne Vorbereitung spielen:
- Erste Hälfte vorlesen und warten. Lassen Sie die Antwort von selbst kommen. Ein paar Sekunden Stille sind kein Scheitern.
- Varianten gelten lassen. Viele Sprichwörter lauten je nach Region etwas anders. Wenn man es versteht, zählt es.
- Hinweise geben. Der Anfangsbuchstabe des letzten Wortes oder zwei Antworten zur Auswahl helfen, wenn es stockt.
- Nach der Bedeutung fragen. Fragen Sie nach der Lösung: „Wann sagt man das?“ Hier beginnen die Geschichten.
- Die Rolle wechseln. Wer vorliest, kann in jeder Runde wechseln, dann sind alle beteiligt.
Leichte Sprichwörter
Fast jeder kennt sie. Gut zum Einstieg und für die gute Stimmung in der Gruppe.
| Anfang | Ende |
|---|---|
| Wer einmal lügt, ... | ...dem glaubt man nicht |
| Der Apfel fällt nicht weit ... | ...vom Stamm |
| Ohne Fleiß ... | ...kein Preis |
| Morgenstund hat ... | ...Gold im Mund |
| Aller Anfang ... | ...ist schwer |
| Übung macht ... | ...den Meister |
| Gut Ding will ... | ...Weile haben |
| Wer zuletzt lacht, ... | ...lacht am besten |
| Hunde, die bellen, ... | ...beißen nicht |
| Ende gut, ... | ...alles gut |
| Der Klügere ... | ...gibt nach |
| Liebe geht ... | ...durch den Magen |
| Wie man in den Wald hineinruft, ... | ...so schallt es heraus |
| Wer rastet, ... | ...der rostet |
| Kleinvieh macht auch ... | ...Mist |
| Man soll den Tag nicht ... | ...vor dem Abend loben |
| Not macht ... | ...erfinderisch |
| Lieber den Spatz in der Hand ... | ...als die Taube auf dem Dach |
| Ein Unglück ... | ...kommt selten allein |
| Reden ist Silber, ... | ...Schweigen ist Gold |
Sprichwörter mittlerer Schwierigkeit
Hier muss man kurz überlegen, aber die meisten sind schnell gefunden.
| Anfang | Ende |
|---|---|
| Wer anderen eine Grube gräbt, ... | ...fällt selbst hinein |
| Wer die Wahl hat, ... | ...hat die Qual |
| Es ist nicht alles Gold, ... | ...was glänzt |
| Stille Wasser ... | ...sind tief |
| Der Krug geht so lange zum Brunnen, ... | ...bis er bricht |
| Was Hänschen nicht lernt, ... | ...lernt Hans nimmermehr |
| Wer A sagt, ... | ...muss auch B sagen |
| Jeder ist seines Glückes ... | ...Schmied |
| Probieren geht ... | ...über Studieren |
| Der Mensch denkt, ... | ...Gott lenkt |
| Wo gehobelt wird, ... | ...da fallen Späne |
| Neue Besen ... | ...kehren gut |
| Gleich und gleich ... | ...gesellt sich gern |
| Vorsicht ist die Mutter ... | ...der Porzellankiste |
| Wer nicht wagt, ... | ...der nicht gewinnt |
| Ein gutes Gewissen ist ... | ...ein sanftes Ruhekissen |
| Wer im Glashaus sitzt, ... | ...sollte nicht mit Steinen werfen |
| Schuster, bleib ... | ...bei deinen Leisten |
Schwere Sprichwörter, mit Bedeutung
Diese verlangen mehr Gedächtnis oder Witz. Nach der Lösung erklärt die dritte Spalte den Sinn.
| Anfang | Ende | Bedeutung |
|---|---|---|
| Wer zuerst kommt, ... | ...mahlt zuerst | Wer früher da ist, kommt auch früher an die Reihe. |
| Wer den Pfennig nicht ehrt, ... | ...ist des Talers nicht wert | Wer mit Kleinem nicht sparsam umgeht, wird mit Großem nicht gut wirtschaften. |
| Aufgeschoben ist ... | ...nicht aufgehoben | Was man verschiebt, ist nicht vergessen, es kommt später dran. |
| Wer sich in Gefahr begibt, ... | ...kommt darin um | Wer sich unnötig in Gefahr bringt, muss mit dem Schaden rechnen. |
| Ein blindes Huhn ... | ...findet auch mal ein Korn | Auch ein Ungeschickter hat manchmal Glück. |
| Der Zweck ... | ...heiligt die Mittel | Für ein gutes Ziel scheint jedes Mittel erlaubt. Man sagt es meist kritisch. |
| Man muss die Feste feiern, ... | ...wie sie fallen | Man soll schöne Gelegenheiten nutzen, wenn sie da sind. |
| Was ich nicht weiß, ... | ...macht mich nicht heiß | Was man nicht kennt, regt einen nicht auf. |
| Wes Brot ich ess, ... | ...des Lied ich sing | Wer von jemandem abhängig ist, redet ihm nach dem Mund. |
| Hochmut kommt ... | ...vor dem Fall | Wer überheblich ist, stürzt oft. |
| Mit Speck ... | ...fängt man Mäuse | Mit einem Köder lockt man Menschen an. |
| Viele Köche ... | ...verderben den Brei | Wenn zu viele mitreden, leidet das Ergebnis. |
Druckversion zum Mitnehmen
Drucken Sie diese Liste aus oder schreiben Sie sie auf ein Blatt. Jeder ergänzt die Sprichwörter auf seinem Zettel, danach vergleicht man gemeinsam. Die Lösungen stehen darunter; falten Sie das Blatt oder schneiden Sie die letzte Zeile ab, bevor Sie es verteilen.
- Wer einmal lügt, ................................
- Aller Anfang ................................
- Hunde, die bellen, ................................
- Wie man in den Wald hineinruft, ................................
- Not macht ................................
- Wer anderen eine Grube gräbt, ................................
- Was Hänschen nicht lernt, ................................
- Wo gehobelt wird, ................................
- Ein gutes Gewissen ist ................................
- Wer zuerst kommt, ................................
- Ein blindes Huhn ................................
- Wes Brot ich ess, ................................
Lösungen: 1. dem glaubt man nicht; 2. ist schwer; 3. beißen nicht; 4. so schallt es heraus; 5. erfinderisch; 6. fällt selbst hinein; 7. lernt Hans nimmermehr; 8. da fallen Späne; 9. ein sanftes Ruhekissen; 10. mahlt zuerst; 11. findet auch mal ein Korn; 12. des Lied ich sing
Zum Weitererzählen
Ein Sprichwort ist ein guter Anfang für ein Gespräch. Diese Fragen funktionieren gut:
- Welches Sprichwort hat man bei Ihnen zu Hause früher oft gesagt?
- Gibt es eines, das Sie an einen bestimmten Menschen erinnert?
- Stimmen Sie einem zu, oder halten Sie eines für überholt?
- Kennen Sie ein anderes Sprichwort, das dasselbe sagt?
- Welches würden Sie gern an Ihre Enkel weitergeben?
Sprichwörter und Menschen mit Demenz
Sprichwörter, Lieder und Redensarten aus der Kindheit bleiben oft lange im Gedächtnis, deshalb gelingt dieses Spiel häufig gut. Trotzdem soll sich niemand geprüft fühlen: Nennen Sie das erste Wort der Lösung, bieten Sie zwei Antworten zur Auswahl an oder sprechen Sie das Sprichwort gemeinsam zu Ende. Es ist eine schöne Beschäftigung, keine Therapie und kein Test. Die Forschung zu Denkspielen ist uneinheitlich, deshalb zählt vor allem die gemeinsame Zeit. Wenn Ihnen bei einem Angehörigen Veränderungen am Gedächtnis auffallen, finden Sie im Beitrag Wenn Eltern vergesslich werden Anregungen.
Mehr Wortspiele
Wenn Ihnen Sprichwörter gefallen, probieren Sie auch Teekesselchen und Wortketten in Wortspiele für Senioren oder eine Runde mit Quizfragen für Senioren. Weitere Übungen finden Sie in Gehirnjogging für Senioren.
Sprichwörter allein, auf dem Bildschirm
Wenn gerade niemand zum Mitspielen da ist, übernimmt das die Übung Redensart ergänzen in unserer App SilverMind: Sie lesen eine bekannte Redensart und wählen das Wort, das sie vollendet, in großer Schrift und ohne Uhr. Sie ist dauerhaft kostenlos und ohne Werbung. Sie läuft auf dem iPhone und iPad und auch im Browser, ohne Installation, unter silvermind.app/play, sogar auf einem Android-Tablet oder am Computer.
Am Ende kommt es nicht darauf an, wie viele Sprichwörter man weiß. Am schönsten ist das Gespräch, das sie auslösen.



