Denkspiele

Sprichwörter ergänzen für Senioren, mit Lösungen: 50 bekannte Sprichwörter

50 Sprichwörter ergänzen für Senioren, mit Lösungen: leicht, mittel und schwer, mit kurzer Erklärung für die kniffligen und einer Druckversion zum Mitnehmen.

SilverMind-Team

Gesundheit & Wohlbefinden

7 Min. Lesezeit

Kostenlos für iPhone und iPad oder direkt im Browser: ruhige Denkspiele, große Schrift, keine Werbung.

Illustration: ein Notizblock mit halb geschriebenen Sprichwörtern, ein Bleistift und eine Kaffeetasse auf einem Tisch

Medizinischer Hinweis

Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenden Sie sich für Diagnose, Behandlung und medizinische Fragen immer an qualifizierte Fachleute. Wenn Sie sich wegen nachlassender geistiger Fähigkeiten oder Demenz sorgen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Hier finden Sie 50 Sprichwörter zum Ergänzen, mit Lösungen und nach Schwierigkeit geordnet: leichte, die fast jeder zu Ende bringt, mittlere, bei denen man kurz nachdenkt, und schwere, bei denen eine kurze Erklärung zur Bedeutung hilft. Am Ende stehen eine Druckversion zum Mitnehmen und Tipps für eine Runde ohne Prüfungsdruck.

Sprichwörter ergänzen hat etwas Besonderes: Der Satz ist seit Jahrzehnten im Kopf, er wartet nur auf die erste Hälfte. Oft reicht ein kleiner Hinweis, und alle sprechen im Chor weiter. Und jedes Sprichwort führt zu einem Gespräch: „Das hat meine Oma immer gesagt.“

Die Lösungen stehen jeweils in der rechten Spalte. Wenn Sie vorlesen, decken Sie diese Spalte einfach mit einem Blatt Papier ab.

So wird gespielt

Sprichwörter lassen sich fast ohne Vorbereitung spielen:

  • Erste Hälfte vorlesen und warten. Lassen Sie die Antwort von selbst kommen. Ein paar Sekunden Stille sind kein Scheitern.
  • Varianten gelten lassen. Viele Sprichwörter lauten je nach Region etwas anders. Wenn man es versteht, zählt es.
  • Hinweise geben. Der Anfangsbuchstabe des letzten Wortes oder zwei Antworten zur Auswahl helfen, wenn es stockt.
  • Nach der Bedeutung fragen. Fragen Sie nach der Lösung: „Wann sagt man das?“ Hier beginnen die Geschichten.
  • Die Rolle wechseln. Wer vorliest, kann in jeder Runde wechseln, dann sind alle beteiligt.

Leichte Sprichwörter

Fast jeder kennt sie. Gut zum Einstieg und für die gute Stimmung in der Gruppe.

AnfangEnde
Wer einmal lügt, ......dem glaubt man nicht
Der Apfel fällt nicht weit ......vom Stamm
Ohne Fleiß ......kein Preis
Morgenstund hat ......Gold im Mund
Aller Anfang ......ist schwer
Übung macht ......den Meister
Gut Ding will ......Weile haben
Wer zuletzt lacht, ......lacht am besten
Hunde, die bellen, ......beißen nicht
Ende gut, ......alles gut
Der Klügere ......gibt nach
Liebe geht ......durch den Magen
Wie man in den Wald hineinruft, ......so schallt es heraus
Wer rastet, ......der rostet
Kleinvieh macht auch ......Mist
Man soll den Tag nicht ......vor dem Abend loben
Not macht ......erfinderisch
Lieber den Spatz in der Hand ......als die Taube auf dem Dach
Ein Unglück ......kommt selten allein
Reden ist Silber, ......Schweigen ist Gold

Sprichwörter mittlerer Schwierigkeit

Hier muss man kurz überlegen, aber die meisten sind schnell gefunden.

AnfangEnde
Wer anderen eine Grube gräbt, ......fällt selbst hinein
Wer die Wahl hat, ......hat die Qual
Es ist nicht alles Gold, ......was glänzt
Stille Wasser ......sind tief
Der Krug geht so lange zum Brunnen, ......bis er bricht
Was Hänschen nicht lernt, ......lernt Hans nimmermehr
Wer A sagt, ......muss auch B sagen
Jeder ist seines Glückes ......Schmied
Probieren geht ......über Studieren
Der Mensch denkt, ......Gott lenkt
Wo gehobelt wird, ......da fallen Späne
Neue Besen ......kehren gut
Gleich und gleich ......gesellt sich gern
Vorsicht ist die Mutter ......der Porzellankiste
Wer nicht wagt, ......der nicht gewinnt
Ein gutes Gewissen ist ......ein sanftes Ruhekissen
Wer im Glashaus sitzt, ......sollte nicht mit Steinen werfen
Schuster, bleib ......bei deinen Leisten

Schwere Sprichwörter, mit Bedeutung

Diese verlangen mehr Gedächtnis oder Witz. Nach der Lösung erklärt die dritte Spalte den Sinn.

AnfangEndeBedeutung
Wer zuerst kommt, ......mahlt zuerstWer früher da ist, kommt auch früher an die Reihe.
Wer den Pfennig nicht ehrt, ......ist des Talers nicht wertWer mit Kleinem nicht sparsam umgeht, wird mit Großem nicht gut wirtschaften.
Aufgeschoben ist ......nicht aufgehobenWas man verschiebt, ist nicht vergessen, es kommt später dran.
Wer sich in Gefahr begibt, ......kommt darin umWer sich unnötig in Gefahr bringt, muss mit dem Schaden rechnen.
Ein blindes Huhn ......findet auch mal ein KornAuch ein Ungeschickter hat manchmal Glück.
Der Zweck ......heiligt die MittelFür ein gutes Ziel scheint jedes Mittel erlaubt. Man sagt es meist kritisch.
Man muss die Feste feiern, ......wie sie fallenMan soll schöne Gelegenheiten nutzen, wenn sie da sind.
Was ich nicht weiß, ......macht mich nicht heißWas man nicht kennt, regt einen nicht auf.
Wes Brot ich ess, ......des Lied ich singWer von jemandem abhängig ist, redet ihm nach dem Mund.
Hochmut kommt ......vor dem FallWer überheblich ist, stürzt oft.
Mit Speck ......fängt man MäuseMit einem Köder lockt man Menschen an.
Viele Köche ......verderben den BreiWenn zu viele mitreden, leidet das Ergebnis.

Druckversion zum Mitnehmen

Drucken Sie diese Liste aus oder schreiben Sie sie auf ein Blatt. Jeder ergänzt die Sprichwörter auf seinem Zettel, danach vergleicht man gemeinsam. Die Lösungen stehen darunter; falten Sie das Blatt oder schneiden Sie die letzte Zeile ab, bevor Sie es verteilen.

  1. Wer einmal lügt, ................................
  2. Aller Anfang ................................
  3. Hunde, die bellen, ................................
  4. Wie man in den Wald hineinruft, ................................
  5. Not macht ................................
  6. Wer anderen eine Grube gräbt, ................................
  7. Was Hänschen nicht lernt, ................................
  8. Wo gehobelt wird, ................................
  9. Ein gutes Gewissen ist ................................
  10. Wer zuerst kommt, ................................
  11. Ein blindes Huhn ................................
  12. Wes Brot ich ess, ................................

Lösungen: 1. dem glaubt man nicht; 2. ist schwer; 3. beißen nicht; 4. so schallt es heraus; 5. erfinderisch; 6. fällt selbst hinein; 7. lernt Hans nimmermehr; 8. da fallen Späne; 9. ein sanftes Ruhekissen; 10. mahlt zuerst; 11. findet auch mal ein Korn; 12. des Lied ich sing

Zum Weitererzählen

Ein Sprichwort ist ein guter Anfang für ein Gespräch. Diese Fragen funktionieren gut:

  • Welches Sprichwort hat man bei Ihnen zu Hause früher oft gesagt?
  • Gibt es eines, das Sie an einen bestimmten Menschen erinnert?
  • Stimmen Sie einem zu, oder halten Sie eines für überholt?
  • Kennen Sie ein anderes Sprichwort, das dasselbe sagt?
  • Welches würden Sie gern an Ihre Enkel weitergeben?

Sprichwörter und Menschen mit Demenz

Sprichwörter, Lieder und Redensarten aus der Kindheit bleiben oft lange im Gedächtnis, deshalb gelingt dieses Spiel häufig gut. Trotzdem soll sich niemand geprüft fühlen: Nennen Sie das erste Wort der Lösung, bieten Sie zwei Antworten zur Auswahl an oder sprechen Sie das Sprichwort gemeinsam zu Ende. Es ist eine schöne Beschäftigung, keine Therapie und kein Test. Die Forschung zu Denkspielen ist uneinheitlich, deshalb zählt vor allem die gemeinsame Zeit. Wenn Ihnen bei einem Angehörigen Veränderungen am Gedächtnis auffallen, finden Sie im Beitrag Wenn Eltern vergesslich werden Anregungen.

Mehr Wortspiele

Wenn Ihnen Sprichwörter gefallen, probieren Sie auch Teekesselchen und Wortketten in Wortspiele für Senioren oder eine Runde mit Quizfragen für Senioren. Weitere Übungen finden Sie in Gehirnjogging für Senioren.

Sprichwörter allein, auf dem Bildschirm

Wenn gerade niemand zum Mitspielen da ist, übernimmt das die Übung Redensart ergänzen in unserer App SilverMind: Sie lesen eine bekannte Redensart und wählen das Wort, das sie vollendet, in großer Schrift und ohne Uhr. Sie ist dauerhaft kostenlos und ohne Werbung. Sie läuft auf dem iPhone und iPad und auch im Browser, ohne Installation, unter silvermind.app/play, sogar auf einem Android-Tablet oder am Computer.

Am Ende kommt es nicht darauf an, wie viele Sprichwörter man weiß. Am schönsten ist das Gespräch, das sie auslösen.

Häufige Fragen

Wie spielt man „Sprichwörter ergänzen“?

Die Spielleitung liest die erste Hälfte des Sprichworts vor, die anderen sagen, wie es weitergeht. Man kann in der Gruppe laut spielen, mit der Druckversion schriftlich oder allein mit der App. Material braucht es nicht, und eine Uhr schon gar nicht.

Mit welchen Sprichwörtern fängt man am besten an?

Mit den leichten, etwa „Ohne Fleiß kein Preis“ oder „Übung macht den Meister“. Sie kennt fast jeder. Wenn die ersten gleich gelingen, trauen sich alle auch an die kniffligen.

Eignet sich das Spiel für Menschen mit Demenz?

Ja, wenn es nicht wie eine Prüfung wirkt. Sprichwörter, die man früh gelernt hat, bleiben oft lange im Gedächtnis, und das Ergänzen vermittelt ein Erfolgserlebnis. Geben Sie Hinweise, bieten Sie zwei Antworten zur Auswahl an und freuen Sie sich über jeden Versuch.

Gibt es Sprichwörter, die in jeder Region anders lauten?

Einige. Manche Sprichwörter haben regionale Varianten oder andere Wörter am Ende. Lassen Sie solche Abweichungen gelten. Wichtig ist, dass man das Sprichwort erkennt und darüber ins Gespräch kommt.

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